Zimmertheater erhält den Kulturpreis und Günter Rode den Ehrenamtspreis  (05.03.2012)
Das Zimmertheater Tübingen, eine Heimstatt des zeitgenössischen Theaters, erhielt den mit 10.000 € dotierten Kulturpreis der Bürgerstiftung Tübingen. Günter Rode, der Initiator des Kunstdorfs Unterjesingen, wurde mit dem Ehrenamtspreis, der mit 2.000 € ausgestattet ist, für sein unermüdliches Engagement geehrt. Am Samstag, den 3. März 2012, wurden die Preisträger im Rahmen einer festlichen Preisverleihung im Tübinger Pfleghof geehrt. Als Festredner für die Veranstaltung konnte die Bürgerstiftung Tübingen Marc-Oliver Hendriks, den geschäftsführenden Intendanten der Württembergischen Staatstheater Stuttgart, gewinnen.

„Wir freuen uns sehr,“ so Intendant Christian Schäfer, „diesen Preis sehen wir als Auszeichnung für die Arbeit an, die seit Jahrzehnten von oft über das normale Maß hinaus geforderten Mitarbeitern am Zimmertheater geleistet wird. Das Preisgeld ist hilfreich für verschiedenste zukünftige Herausfordeungen.“ Seit über 50 Jahren zeigt das Zimmertheater im Herzen der Tübinger Altstadt zeitgenössisches Theater. Das Haus fühlt sich von jeher der Moderne verpflichtet. Das zeigt sich schon alleine daran, dass immer wieder aktuelle Theatertexte zur Ur- und Erstaufführung kommen. Auch die Klassiker werden gegenwartsorientiert adaptiert. Seit 2007 sind die beiden Intendanten Axel Krauß und Christian Schäfer die Hausherren in der Bursagasse. „Wir stehen in der Tradition mit einem innovativen Ensemble für Tübingen Theater zu machen,“ berichtet Axel Krauße.

Auch für viele Tübinger Künstler ist das Zimmertheater ein Anlaufplatz und Auftrittsort. Tübinger Autoren, wie zum Beispiel Joachim Zelter, bringt das Zimmertheater regelmäßig zur Aufführung.

Zehn Premieren zeigt das 13köpfige Team in der Bursagasse im Durchschnitt pro Spielzeit. „Da wir alles andere als auf Rosen gebettet sind, müssen wenige Personen alle Arbeitsbereiche abdecken, die man in einem funktionierenden Theater braucht“, beschreibt Christian Schäfer den Arbeitsalltag. Nicht selten sitzt einer der beiden Intendanten an der Kasse, da es kein eigenes Kassenpersonal gibt. „Alle Mitarbeiter des Hauses bringen ein hohes Maß an Idealismus und Engagement mit“, berichtet Axel Krauße, „in der regulären Arbeitszeit sind unsere vielfältigen Aufgaben sowieso nicht zu schaffen.“ Trotz dieser schwierigen Bedingungen hat das kleine Theater in der Tübinger Altstadt auch überregional einen hervorragenden Ruf erarbeitet und Theatergrößen wie George Tabori, Salvatore Poddine, Michael Verhoeven, Dominique Horwitz, Carl Hegemann, Maren Kroymann, Paul Faßnacht, Terese Affolter, um nur einige zu nennen, hervorgebracht oder beheimatet. Aktuell gastiert das Zimmertheater unter anderem in Berlin, Hamburg und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und begeistert mit seinem fünfköpfigen Schauspielensemble ein stetig wachsendes Publikum in Tübingen.

Von eben so viel Idealismus getragen wird das Projekt des Ehrenamtspreisträgers, Günter Rode. Der Architket, der vor kurzem 65 Jahre alt wurde, gründete das Kunstdorf Unterjesingen. Es fing damit an, daß der gebürtige Dortmunder seit fast 40 Jahren in diesem Tübinger Ortsteil wohnt, und vor 28 Jahren ein Haus mit einer Scheune erworben hat. Diese Scheune stellte er erstmals 1996 Künstlern für Ausstellungen zur Verfügung. „Da ich selbst künstlerisch tätig bin, hatte ich immer auch eine große Freude daran, anderen Künstlern eine Plattform zu bieten,“ schildert Günter Rode seine Motivation. Zunächst fragte er bei Nachbarn an, ob auch diese ihre Scheune zur Verfügung stellen. Was im Kleinen begann mündete vor 16 Jahren im ersten Kunstdorf Unterjesingen. „Wir stellen inzwischen in ehemaligen Pferde- und Schweineställen, in einem über 600 Jahre alten Mühlenraum, sowie in Scheunen und Werkstätten, die an die verkehrsberuhigte Untere Straße angrenzen, aus“, erzählt der Kunstdorf-Initiator. Beim letzten Kunstdorf 2012 zeigten zwölf sorgfältig ausgewählte Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet ihre Werke in Unterjesingen. An zwei Tagen im Juni kamen über 5000 Besucher.

Die hohe Wertschätzung, die Günter Rode und sein Organisationsteam nicht nur in Unterjesingen genießen, bestärkt sie in ihrer Arbeit. Das Konzept, die Kunst ins Dorf zu holen, ist damit voll aufgegangen. Ein herauszuhebender Verdienst von Günter Rode ist es, sich mit großem Elan für die Sache „Kunstdorf“ einzusetzen und zahlreiche Dorfbewohner zu motivieren, ebenfalls mitzuarbeiten. Sei es, dass sie ihre Scheunen und Werkstätten als Ausstellungsfläche zur Verfügung stellen oder, dass sie sich beim Ablauf engagieren.

Für Günter Rode bedeutet dieser Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung Tübingen, „dass das Kunstdorf Unterjesingen in Tübingen angekommen ist.“ Für ihn ist das Wichtigste an seinem Projekt, dass die Unterjesinger mitmachen und das Kunstdorf akzeptieren.









Auslobung Bürgerpreis 2011 der Bürgerstiftung Tübingen  (27.01.2012)
In ihrem 10. Jubiläumsjahr vergibt die Bürgerstiftung Tübingen erstmals den mit 10.000 Euro dotierten „Preis der Bürgerstiftung Tübingen“.

Er wird in diesem Jahr im Bereich Kultur vergeben. Der bisherige Bürgerpreis firmiert zukünftig, um Verwechselungen zu vermeiden, unter dem neuen Namen „Ehrenamtspreis“ und ist zukünftig mit 2.000 € dotiert.

Die genauen Informationen entnehmen Sie bitte dem folgenden Auslobungstext.

16 neue Bänke für Tübingen  (25.07.2011)


Die Bürgerstiftung Tübingen überreichte am bundesweiten Aktionstag der Bürgerstiftungen, 9. Juni 2011, am Ausgang des Radtunnels in der Derendinger Allee symbolisch eine von insgesamt 16 Ruhebänken an die Stadt Tübingen. „Ich bin stolz darauf, daß die Bürgerstiftung im Jahr ihres zehnjährigen Jubiläums mit den Bänken den Tübinger Bürgern ein besonderes Geschenk machen kann“, freute sich Hans Georg Leute, Vorstand der Bürgerstiftung. Hans Georg Leute übergab an diesem Tag die 16 Bänke offiziell an Bürgermeister Michael Lucke.



„Wir sind den Spendern, die uns großzügig unterstützten, damit diese Aktion realisiert werden konnte, sehr dankbar“, erklärte Uta Schwarz-Österreicher vom Vorstand der Bürgerstiftung. Zusammen mit dem Stadtseniorenrat und Andreas Vögele von der Stadtverwaltung wurden Plätze in der Innenstadt und an Spazierwegen in Stadtteilen ausgewählt, an denen die 16 Bänke in den letzten Tagen aufgestellt wurden. So finden sich jetzt neue Bänke am Höhenweg in Waldhäuser Ost, am Galgenberg, in Lustnau und auf dem Herrlesberg.



An der Lehne einer jeden Bank ist eine kleine Plakette mit dem Namen des jeweiligen Spenders angebracht. Neun Bänke wurden von Bürgern und Firmen gespendet, die übrigen sieben kommen von der Bürgerstiftung.



Bürgerpreis 2010  (02.02.2011)
Der Bürgerpreis 2010 wurde an Frau Christiane Plies verliehen für Ihr großes Engagement in einem Neubaugebiet eine Infrastruktur zu schaffen, in dem sie mit einigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern einen Jugendtreff errichtete, eine kostenlose Hausaufgabenbetreuung etablierte, Stadtteilfeste und Vieles mehr organisiert.


Foto: Ulrich Metz






Gütesiegel erhalten  (05.10.2010)
Zum Tag der Bürgerstiftungen am 1. Oktober 2010 erhielt die Bürgerstiftung Tübingen zum wiederholten Mal das Gütesiegel für die Dauer von zwei Jahren.




9. Bürgerpreis verliehen  (04.10.2010)
Bereits zum neunten Mal vergibt die Bürgerstiftung Tübingen den Bürgerpreis, der mit 1.000 € dotiert ist. Sie würdigt Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise bürgerschaftlich engagieren und noch nicht öffentlich in Erscheinung getreten sind. Über 100 Vereine sind angeschrieben worden, um ihre Vorschläge bis zum 31. Oktober 2010 zu unterbreiten.

Aber nicht nur Vereine haben ein Vorschlagsrecht, jede Bürgerin und jeder Bürger kann eine Person vorschlagen, die bisher in der Öffentlichkeit unbekannt ist und sich gemeinnützig oder ehrenamtlich betätigt. Besonders ins Gewicht fallen Dauer und Intensität des Engagements.

Die Verleihung des Bürgerpreises wird Mitte Januar 2011 stattfinden. Vorschläge können bis 31.10.2010 eingereicht werden bei der

Bürgerstiftung Tübingen
Uta Schwarz-Österreicher
Bei der Fruchtschranne 5
72070 Tübingen
e-mail: soziales@tuebingen.de

Ferien mit dem LESE-HAUS   (23.08.2010)
Lustige und spannende Geburtstagsgeschichten verspricht das LESE-HAUS in den kom-menden Sommerferien. Die Lesungen im Alten Botanischen Garten finden dieses Mal im Rahmen des 25jährigen Jubiläums der Stadtbücherei in der Nonnengasse statt. Jede Woche wird eine Lesepatin oder ein Lesepate eine andere Geschichte vorlesen.

Bei schönem Wetter findet die Veranstaltung immer im Alten Botanischen Garten an einem lauschigen Plätzchen statt. Bei schlechtem Wetter zieht man spontan in die Stadt-bücherei um.

Zielgruppe:
Kinder zwischen fünf und acht Jahren

Bitte mitbringen:
− Sonnenschutz
− geeignete Kleidung
− geeignetes Sitzkissen für draußen

Treffpunkt:
Spielplatz im Alten Botanischen Garten
Bei jedem Wetter

Termine:
Do., 12.08.2010 10 - 11 Uhr
Do., 19.08.2010 10 - 11 Uhr
Do., 26.08.2010 10 - 11 Uhr
Do., 02.09.2010 10 - 11 Uhr
Do., 09.09.2010 10 - 11 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos.
Gruppen sollten sich bitte vorab anmelden.


LESE-HAUS
Stadtbücherei
Tel.: 07071 / 204-1447
Mail: lese-haus@tuebingen.de

Bürgerpreisverleihung  (28.02.2010)
Der Bürgerpreis wurde am 5.
Dezember 2009 im Zimmertheater an Frau Christa Hagmeyer als Initiatorin und Koordinatorin des Projekts "LeiTa - Lernen im Tandem" verliehen.

LeiTa besteht seit 2006 und funktioniert so: Ehrenamtliche Patinnen und Paten begleiten Kinder und Jugendliche längerfristig unter dem Motto "In der Schule mitkommen - mitkommen in den Beruf". Schülerinnen und Schüler - oft mit Migrationshintergrund, sollen die Schule erfolgreich besuchen, Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und Selbstständigkeit entwickeln, Berufssperspektiven bekommen und sich mit aussagekräftigen Unterlagen bewerben können.

Frau Hagmeyer wählt die Patinnen und Paten sorgfältig aus, bringt die "Tandems" zusammen und sichert die institutionelle Einbindung sowie den Fortbestand des Projekts. Sie selbst betreut 3 Patenkinder.

LeiTa-Paten (im Alter von 30 bis 70 Jahren) treffen sich einmal wöchentlich mit ihren Schützlingen und bieten je nach Bedarf Lernbegleitung, Erweiterung der Sprachkenntnisse, Unterstützung beim Übergang in andere Schulen, bei Berufsfindung und Bewerbung. Sie halten Kontakt zu Eltern und Schule und geben den Kindern Halt, den sie manchmal im Elternhaus nicht haben. Derzeit werden ca. 60 Kinder und Jugendliche von 55 Paten betreut.


Tübinger Bürgerpreis 2009  (20.11.2009)
Zum achten Mal vergibt die Bürgerstiftung Tübingen in diesem Jahr den Bürgerpreis. Mit 1.000 € würdigt sie damit Bürgerinnen und Bürger, die sich in herausragender Wei-se bürgerschaftlich engagieren. Preisträger des letzten Jahres war Herr Walter Kübler für sein Engagement für Menschen, die nicht mehr reisen können, indem er ihnen mit Diavorträgen die Welt nach Tübingen brachte.

Über 100 Vereine und Initiativen wurden bereits von der Bürgerstiftung angeschrieben und aufgefordert, bürgerschaftlich engagierte Personen für den Tübinger Bürgerpreis 2009 vorzuschlagen. Das Vorschlagsrecht ist nicht auf Vereine beschränkt – jede/-r kann eine geeignete Person benennen. Um die Vorschläge so objektiv wie möglich zu bewerten, hat die Bürgerstiftung Tübingen eine Reihe von Auswahlkriterien für die Vergabe des Bürgerpreises aufgestellt. Danach soll die vorgeschlagene Person bisher in der Öffentlichkeit unbekannt sein und in der Regel keine wesentliche Funktion, etwa im Vorstand eines Vereines, ausüben. Die Tätigkeit soll schwerpunktmäßig gemeinnützig sein, sie muss freiwillig oder ehrenamtlich ausgeübt werden. Besonders ins Gewicht fallen Dauer und Intensität des Engagements, Resonanz der Betroffenen und die Ak-zeptanz im Team.

Wer Personen vorschlagen möchte, sollte also auf diese Kriterien eingehen. Vorschläge können bis Samstag 31.10.2009 bei der Bürgerstiftung eingereicht werden.

Bürgerstiftung Tübingen
Uta Schwarz-Österreicher
Bei der Fruchtschranne 5
72070 Tübingen
E-Mail: soziales@tuebingen.de

Frühere Preisträger und Preisträgerinnen waren: Hella Mohr (2002), Robert Schütz und Collin Schubert (2003), Gisela Enzmann-Becker (2004), Christa Bialas (2005), Hilde-gard Markert (2006) sowie Anneliese Wiedmann und Elisabeth Julien (2007).

Bürgerpreis 2008 ging an Walter Kübler  (13.02.2009)
Kurz vor Weihnachten, am 20. Dezember 2008, hat die Bürgerstiftung Tübingen wie in jedem Jahr den Bürgerpreis verliehen. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird an Tübingerinnen und Tübinger verliehen, die sich in herausragender Weise bürgerschaftlich engagieren. Unter zehn Vorschlägen, die aus der Bürgerschaft kamen, wählte die Jury in diesem Jahr Walter Kübler aus. Der passionierte Fotograf, der in diesem Jahr 90 wird, begeisterte sein älteres Publikum 27 Jahre lang mit Reiseberichten. Von 1988 bis 2005 hat er über 600 Nachmittage in der Hirsch-Begegnungsstätte und in Altenheimen zu 60 Themen gestaltet, selbstverständlich ehrenamtlich. Als begeisterter Fotograf bereiste er ganz Europa. Immer wieder stellte er aus seinem Bildschatz neue Diaserien zusammen,
z. B. Die Donau von der Quelle bis zur Mündung.


Seine Nachmittage zeichneten sich nicht nur durch wohlgewählte Bilder aus, sondern auch durch gute Erklärungen, Hintergründe, Daten und Fakten. Seine kunsthistorischen und geografischen Kenntnisse wurden allseits bewundert und geschätzt. Sein Erzählstil begeisterte auch junge Menschen und selbst Menschen mit Sehbehinderung konnten die Landschaften und Sehenswürdigkeiten durch die hervorragenden Beschreibungen miterleben.


Foto:Ulrich Metz/Schwäbisches Tagblatt